Aktuelles Projekt:

3.12.2012


S/Y "WEGA"

Kreuzeryacht

Polnischer Werftbau von 1965

11,96 m x 2,98 m, Verdrängung

Mahagony auf Eiche

 

Auf einem pommerschen Gutshof stand sie und wartete geduldig auf den Abtransport.

 

Mobilkran vorort                                                                                Verladung auf Lagerbock am werfteigenen Kran



Ihr vorbereiteter Bauplatz in isolierter Halle


Wir freuen uns auf die nächsten Monate um die schlanke Dame aus ihrem Dornröschenschlaf wachzuküssen,
und ihr ein ihr entsprechendes frisches und neues Kleid zu verpassen.

Wir halten Euch auf dem Laufenden...


17.12.2012

Die Wega ist bereits eingerüstet, Inventar ausgeräumt, beschriftet und ausgelagert, von innen und außen grob gereinigt, alle Luken geöffnet, sodaß die Luft zirkulieren kann und die Feuchtigkeit im Schiff bzw. im Holz nach und nach austreten kann.

Der erste Arbeitsschritt ist die Demontage des Teakdecks sowie der darunter liegenden Sperrholzträgerplatten, soweit diese Bezeichnung noch zutrifft. Gespannt sind wir auf die Beschaffenheit der darunter befindlichen Decksbalken sowie der Balkweger. Das Schiff kann hiernach unbedeckt prima auslüften und trocknen. Einbauteile können leicht demontiert und herausgehoben werden. Wir haben Tageslicht um die Außenhaut auch von innen optimal aufzuarbeiten.

Anbei ein paar Decksfotos:

 

 

 
 

 


09.01.2013

Die untenstehenden Fotos zeigen die "WEGA" unbedeckt. Nach dem Decksabriss, und auch dem Entfernen des Schanzkleides, des Schandeckels und des Bugbeschlages mussten wir Beschädigungen bzw. Holzfäule an Decksbalken, Steven, Balkweger und Spantköpfen registrieren.

 

 

 

 

Die Bilder sprechen für sich. Kein Grund den Kopf hängen zulassen-ganz im Gegenteil. Der Beruf wird zur Berufung!



16.01.2013

Um einen umfassenden Einblick über alle Bereiche zu erlangen entschlossen wir uns alle Einbauten der "WEGA" auszubauen, zu beschriften und einzulagern, ausgenommen einiger Quer- und Längsschotte.
Zwecks Reparatur von ca. 36 Spantköpfen haben wir den obersten Plankengang entfernt. Er wird uns noch als Modell für eine neue Planke dienen. Auch der Balkweger ist im vorderen Bereich herausgeschnitten und wird alsbald von uns ersetzt.
Im Folgenden einige Fotos...

 

 

 

 


23.01.2013

Die folgenden Bilder zeigen bereits vier neue Spanten, zum Teil überarbeitete Plankengänge im Vorschiff, den freigelegten Plankenbereich zwecks Ausbau der Püttingbleche sowie das bereits ausgebaute Püttingblech.

 

 

 

26.02.2013

Mittlerweile sind die Balkweger auf BB und Stb aus dreifach lamellierter astfreier Kiefer hergestellt und bilden einen soliden tragfähigen Längsverband der den noch folgenden Decks- und Decksstichbalken als neues Trägerelement dient.
Zudem ist die alte unter den Aufbauten sitzende Schlinge entfernt und durch eine neu ersetzt. Sie wird in den kommenden Tagen eingebaut.

 

 

Es riecht wieder nach frisch gehobeltem Holz! Herrlich!


19.03.2013

Nachdem Balkweger und die unter dem Decksaufbau sitzenden Schlingen hergestellt, montiert und vor allen Dingen entsprechend dem Deckssprung beiderseits symetrisch und schön straakend ausgehobelt worden sind, konnten die Decks- und Stichbalken hergestellt und eingebaut werden. Im Folgenden ein paar Fotos:



 




 


14.06.2013


 
Der alte Decksaufbau ist demontiert, lagert derzeit auf Böcken und dient uns nun als Modell bzw. Schablone für eine Neuanfertigung.


 
Die Decksunterkonstruktion des Achterschiffes.


 
Der neue formverleimte Spiegel in der Seiten- und Heckansicht mit einlaufenden Planken, Knien und Wegern.


 
Der alte Volvo Bootsmotor hat ausgedient, eine Überarbeitung ist unrentabel.

 


18.11.2013

Der Rumpf der Wega ist zwischenzeitlich von außen und innen sand- bzw. trockeneisgestrahlt worden. Es sind neue Püttingbleche aus V4A nach- und eingebaut, der Innensteven ist teilsaniert und Kielplankeneinläufe sind erneuert worden, eine Vielzahl von Spanten überarbeitet und neu vernietet, die Stahlwrangen sind überarbeitet worden, der Nachbau des Decksaufbau hat begonnen...

Im Folgenden einige Bilder:

 
Ein neues Innensteventeilstück, neue Spanten und überarbeitete Wrangen.


 
Die dreidimensional gefertigte Niroplatte mit angeschweißten Püttingeisen, großflächig an Beplankung und Spanten anliegend.


 
 
Der im Bau befindliche Decksaufbau aus ca. 50 Jahre altem, abgelagerten Mahagonybestand.




Die bereits gefalzten, profilierten und zur Lackierung vorbereiteten Kajütdachhölzer.


27.12.2013

Der Neubau des Decksaufbaus ist weiter fortgeschritten. Das Skylight, Schiebeluk, Vorderluk sowie Steckschott sind in Arbeit. Sobald der Aufbau mit der Decksunterkonstruktion verbunden werden kann folgen die Fensterausschnitte, ein das Kajütdach überspannendes Epoxydgewebe, Oberflächenarbeiten, Handläufe und Lüfterhutzen. Im folgenden ein paar Fotos ...



 Der Aufbau im zwischengelagerten Zustand.








 Detail Kajütplanken und Kajütdachbalken



20.01.2014

Zwischenzeitlich haben wir massive, das Deck unlaufende Mahagonyleibhölzer angefertigt, vormontiert und für vorrangige Lackierarbeiten nochmals demontiert. Außerdem haben wir Füll- und Vertärkungshölzer für die Aufnahme von Relingsfüßen, Klampen u.a. angefertigt und eingeklebt.


 
Farbe läßt doch alles wie in neuem Glanz erscheinen.
Gut zu wissen das es nicht nur neu erscheint sondern auch neu ist!
Das Trockeneis- und Sandstrahlen hat uns einen aufwendigen Arbeitsgang erspart: schleifen,kratzen, schaben... : )


21.03.2014

Im Folgenden einige Fotos zum weiteren Baufortschritt. Im Einzelnen weitere Lackierarbeiten, das umlaufende Schandeck,
und derzeit der zu bearbeitende Verbund von Kiel zum Achtersteven, Totholz und Ruderhacke, sowie Teile des bereits vorgefertigten Sperrholzdecks.

 

 

 

 

 

 

Die im Endbereich substantiell geschädigten Plankeneinläufe sind entfernt worden, der darunterliegende Bereich gesäubert und die Verbindung mittels Zugbolzen vom massiven Stevenknie zum Achtersteven und Kiel freigelegt.
Zwei zusätzliche Zugbolzen sorgen für einen besseren Verbund und Kraftschluß. Außerdem wird ein verzinkter eiserner Schuh gefertigt, der eine flächigere Kraftübertragung von Stevenknie über Kiel auf die Kielbolzen garantiert.




                                                             

Die bereits zugesägten und angepaßten Sperrholzplatten aus AW 100 Bootsbausperrholz 15mm dienen als Decksuntergrund für das folgende 15 mm Teakstabdeck. Die unlackierten Bereiche kennzeichen die Position der Decksbalken und werden mit diesen verklebt.



01.08.2014

Mittlerweile ist der neue Decksaufbau auf die Wega gesetzt und mit Schiebeluk, Oberlicht und Vorderluke ausgestattet worden. Die Fensterauschnitte erfolgen nach der Verbolzung und Endmontage des Aufbaus mit der Decksunterkonstruktion. Auch der Außensteven ist erneuert worden. Im Einzelnen einige Fotos:

 

Steven- Bugsektion vorne... ... und seitlich




Buggi, unser Bester und "Mann der Tat".... Blick nach achtern.


    

Decksaufbaudach, Oberlicht, Schiebelukgarage und Schiebeluk. Hier folgt noch ein Epoxylaminat für weitere Festigkeit und Dichtigkeit sowie eine rutschhemmende Farbbeschichtung.

 
 

Schiebeluk mit Niedergangstüren 


 

Der Blick an die Decke...                                                                 ... und mittig auf die Hauptbalken mit Mastfischung (noch
                                                                                                             ohne Mastöffnung).


 

...so langsam wächst zusammen was zusammen wachsen soll!




Verstärkungsbleche.

Als nächste Schritte werden die zur Verstärkung der Kiel-Achterstevenverbindung und die zur verbesserten Aufnahme des Ballastgewichtes vorbereiteten Stahlbleche verschweißt und endmontiert. Danach werden die letzten Kielplanken angebracht, der Rumpf verhobelt, verschlichtet, geschliffen, gespachtelt und für ein Epoxylaminat präpariert. Hierdurch gewinnen wir die erforderliche Festigkeit, die u.a. bedingt durch ehemals unsachgemäßes Arbeiten an den Planken verlorengegangen ist. Zudem wird der Rumpf dicht... ; )


17.12. 2014

Ein weiterer Milestone ist geschafft: der Rumpf hat einen dreifachen Überzug aus E-Glasgelege erhalten.
Vorher und hinterher ist ausgiebigst geschliffen,gespachtelt und profiliert worden.
Abschließend haben wir mehrere Schichten  Epoxydprimer aufgetragen um das E-Glasgelege zu schützen und um einen perfekten Untergrund für die Lackierarbeiten zu schaffen.
Nun wird die WEGA hübsch in weiß gepackt voller Stolz Ihre verdiente Weihnachtspause antreten. Im Neuen Jahr folgen die Arbeiten zum Motorenfundament, Einbau der Maschine, Ruderkoker, Ruder, Cockpit, Deck und Lackierarbeiten.
Es wird jedenfalls keine Langeweile aufkommen : )

 
Gespachtelte Bereiche im oberen Rumpfbereich vor der Glasbeschichtung...

 
Hier sind viele Hände gefragt um die Glasgelege gleichmäßig aufzubringen, Epoxydharz auftragen und zu verdichten.
 
 
Der Zuschnitttisch....                                                                        ...Spachtel- und Schleifarbeiten nachdem laminiert wurde.

 
Fertig gespachtelt....                                                                        ...und hier bereits mit Epoxydprimer beschichtet.

 

Der Rumpf STB.... und BB.... : ) der Lackierer kann bald kommen!